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Das Genfer Interreligiöse Forum zum Klimawandel


Budi Tjahjono, Asia-Pacific Advocacy Officer von Franciscans International

Das Genfer Interreligiöse Forum zu Klimawandel, Umwelt und Menschenrechte organisierte am 29. Mai 2012 eine Diskussion am runden Tisch zu den Themen: Klimawandel, Rio+20 und Menschenrechte im Hinblick auf die Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro im Juni 2012. Das Forum setzt sich zusammen aus: der Brahma Kumaris World Spiritual University (BKWSU), Franciscans International (FI), dem Indigenous Peoples Ancestral Spiritual Council (CEAPI: Consejo Espiritual Ancestral de Pueblos Indígenas), dem Ökumenischer Rat der Kirchen (WCC: World Council of Churches), der NGO Nord-Sud XXI sowie der International-Lawyers.org (INT Lawyers), die den Anlass alle unterstützten. Die Diskussion drehte sich vor allem um zwei zentrale Anliegen: Erstens um die Stärkung der Position der Menschenrechte im Schlussdokument der Rio-Konferenz, insbesondere im Zusammenhang mit dem Klimawandel, und zweitens um die Notwendigkeit der Ernennung eines Sonderberichterstatters der UN über Klimawandel und Menschenrechte.

Im Anschluss an die Konferenz von Rio+20 nahmen die Mitglieder des Forums am 27. Juli 2012 an einem von der Friedrich-Ebert-Stiftung organisierten Strategie-Treffen teil, das sich mit den Resultaten von Rio+20 befasste. Unzufriedenheit über das Schlussdokument  „Die Zukunft, die wir wollen“ machte sich unter den Nicht-Regierungs-Vertretern bemerkbar. Das Forum ist der Ansicht, dass trotz des Einbezuges des Klimawandels im Dokument die dazu geforderten Anstrengungen völlig unangemessen seien und dass die Kernfrage der Menschenrechte überhaupt fehle. Die unmittelbare der Bedrohung durch den Klimawandel wird im Schlussdokument nicht reflektiert.

Der Schwerpunkt der nunmehr nötigen Aktivitäten verschiebt sich somit auf die 21. Sitzung des UN Menschenrechtsrates vom September 2012. Die Mitglieder der Forums werden ihre Lobby-Tätigkeit bei Mitgliedstaaten des Menschenrechtsrates zugunsten des Einsatzes eines Sonderberichterstatters über Klimawandel und Menschenrechte fortsetzen. Bangladesch und die Philippinen sind Staaten, die besonders von der Klimaerwärmung betroffen sind, und deshalb sollen sie so weit gebracht werden, dass sie den Entwurf einer Resolution einbringen, welche die Grundlage zu einem entsprechenden Mandat für die Errichtung eines neuen Sonderberichterstatters darstellt. Die grosse Aufgabe wird darin bestehen, Unterstützung für dieses Vorhaben von Staaten aller Regionen zu erlangen. Die Schaffung des Mandates eines Sonderberichterstatters über Klimawandel und Menschenrechte darf nicht verzögert werden. Im Idealfall wird solch ein Sonderberichterstatter die Anliegen sowohl der direkt als auch der indirekt betroffenen Opfer von Menschenrechtsverletzungen ansprechen, die in der Folge des Klimawandels auftreten.