Zeit für eine Denkpause
Es ist (höchste) „Zeit, über die Zukunft der menschlichen Familie nachzudenken und wieder Kontrolle darüber zu gewinnen.“ FI ist Mitunterzeichner einer gemeinsamen Stellungnahme von über 50 kirchlichen und zivilen Führungskräften, worin die führenden Spitzenkräfte an Rio+20 aufgefordert werden, sich aktiv im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung für eine gerechtere Welt einzusetzen. Das Dokument unterstreicht die Bedeutung dieses Engagements, indem es aufzeigt, wie die Nachfrage nach Land, Wasser, Nahrungsquellen und anderen Ressourcen bereits zu heftigen Konflikten führt, die sich in Zukunft noch verstärken werden. „Der Klimawandel schreitet voran und wir werden ihn nicht eindämmen können, wenn wir nicht jetzt handeln.“
Im Dokument wird auf die fundamentale Ungleichheit hingewiesen, die der vorherrschenden Marktwirtschaft innewohnt. Zugleich wird darin ein Regulierungssystem gefordert, um eine gerechte, gleichberechtigte Weltwirtschaft zu errichten, welche die Menschenwürde, das gemeinsame Wohl und die Sorge um die Schöpfung ins Zentrum rückt. Hervorgehoben wird die Notwendigkeit einer strukturellen Umgestaltung, um die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau zu gewährleisten, und es wird betont, wie wichtig die Nahrungsmittel-Sicherheit für die armen Menschen in der Welt ist, wenn wir eine nachhaltige Entwicklung erstreben.
„Die Anstrengungen, um den von den Menschen verursachten Klimawandel anzugehen, erfordern neuen Impuls und Dringlichkeit; es handelt sich um die brisanteste Bedrohung, der wir ausgesetzt sind.“ Das Dokument wurde am Sonntag, den 17. Juni 2012, in der Kathedrale von Rio de Janeiro der Presse vorgestellt.
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