Aufbau langfristiger Kapazitäten zur Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen in Guatemala 

Franciscans International war kürzlich in Guatemala, um einen Workshop zum Kapazitätsaufbau für Franziskaner*innen und Vertreter der lokalen Zivilgesellschaft durchzuführen. Durch Treffen mit lokalen Partnern bot die Mission zudem Einblicke aus erster Hand in die zunehmenden Herausforderungen, denen sich Menschenrechtsverteidiger und indigene Gemeinschaften gegenübersehen – Entwicklungen, die sich nicht allein durch Fernüberwachung erfassen lassen. 

Parallel zu dieser Schulung traf sich FI auch mit dem Guatemala-Team des Franciscan Network for Migrants (RFM), dessen Mitglieder Menschen auf der Flucht direkte humanitäre Hilfe leisten. Dazu gehört eine wachsende Zahl von Rückkehrern, die nach einer Abschiebung oder aufgrund der zunehmend restriktiven Einwanderungspolitik in den Vereinigten Staaten zurückkehren.

Guatemala steht weiterhin vor einer Vielzahl struktureller Menschenrechtsprobleme. Trotz der Wahl einer reformorientierten Regierung im Jahr 2023 verschlechtert sich die Rechtsstaatlichkeit zunehmend, verbunden mit einer institutionellen Schwäche, die den Zugang zur Justiz für betroffene Gemeinschaften einschränkt. In einem Umfeld, in dem mächtige Konzerne indigene Gebiete bedrohen, haben Menschenrechtsverteidiger die Hauptlast einer Justiz zu tragen, die durch Kriminalisierung, Einschüchterung und Repressalien von Partikularinteressen vereinnahmt wurde. Hinzu kommen komplexe Migrationsdynamiken, darunter eine steigende Zahl von Rückkehrern, die den sozioökonomischen Druck im Land verschärfen.

Eine zentrale Priorität des Besuchs war die Stärkung der Koordination, Zusammenarbeit und Kapazitäten von zivilgesellschaftlichen Organisationen auf nationaler und internationaler Ebene, um Menschenrechtsverletzungen aufzudecken, wenn innerstaatliche Wege versagen. Im Rahmen des Workshops stellte FI die ersten Schritte zur Einleitung eines Dokumentationsprozesses vor, der dazu dienen kann, Menschenrechtsverletzungen bei den UN-Sonderverfahren und anderen relevanten UN-Mechanismen wirksamer zur Sprache zu bringen.

Gleichzeitig hat das RFM die sich wandelnde Migrationsdynamik in der Region noch einmal deutlich gemacht, auf die FI bereits zuvor vor dem UN-Menschenrechtsrat hingewiesen hatte. Die Lage ist zunehmend komplexer geworden, da immer mehr Rückkehrer Unterstützung benötigen und der sozioökonomische Druck im Land zunimmt. Vor diesem Hintergrund wird FI weiterhin die vom RFM dokumentierten Menschenrechtsverletzungen bei der UNO ansprechen und daran arbeiten, die Kapazitäten des Netzwerks zu stärken, damit dies in ganz Amerika geschehen kann.

Als ersten Schritt im Anschluss an den Besuch bereitet FI eine Stellungnahme für die UN-Arbeitsgruppe für Wirtschaft und Menschenrechte vor, die Guatemala noch in diesem Jahr besuchen wird. Der Bericht wird die während des Workshops gesammelten, in den Gemeinden verankerten Erkenntnisse widerspiegeln, darunter Bedenken hinsichtlich Konflikten um Land und natürliche Ressourcen, die mangelnde Konsultation betroffener Gemeinschaften sowie Umweltschäden im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Aktivitäten.

Dies ist eine automatische Übersetzung. Wir entschuldigen uns für eventuelle Fehler, die dadurch entstanden sind. Im Falle von Abweichungen ist die englische Fassung maßgebend.